BLOSSOM CULT – „Home“

Veröffentlichung: 01.05.2026 / Label: My Redemption Records / Genre: Progressive Metal

Blossom Cult - Home Cover

Die Duisburger Progressive Metal-Band Blossom Cult hat nach zwei EPs nun mit „Home“ ihr Debüt-Album veröffentlicht. Es ist ein Konzeptalbum, bei dem es um den Zerfall der Menschheit geht, weil sie drohende Gefahren ignoriert, nach ihrem Untergang geht es dann um einen Neuanfang. Das Konzept ist in die drei Kapitel „Red Pill“, „Black Pill“ und „White Pill“ untergliedert, wobei zu jedem Kapitel jeweils vier Songs gehören. Zu Beginn jedes Kapitels vermittelt die Stimme des verstorbenen Publizisten Gunnar Kaiser eine gewisse Dramatik.

Das Album ist sehr vielseitig, denn es enthält heftige Elemente von Thrash Metal und Nu Metal, andere Parts sind wiederum sehr gefühlvoll und melancholisch, sie sind am ehesten dem Progressive Rock zuzuordnen. Musikalische Gäste geben dem sehr gelungenen Album weitere Facetten.

„Wake Up“ ist ein sehr heftiger Opener, der einen wachrüttelt, „Traitor“ könnte auch von einem Pink Floyd-Album stammen, „End Of The Line“ ist ein sentimentaler Song. Mit dem kurzen Titelsong „Home“ endet die Reise durch das vermeintliche Schicksal der Menschheit.

Diese Review wurde für die am 26. Juni 2026 erscheinende Ausgabe (Nr. 70) des Hardline-Magazins verfasst.

Hier findet Ihr das Video zum Song „Paint The Sky“ vom aktuellen Album:

GODSTICKS – „VOiD“

Veröffentlichung: 27.03.2026 / Label: Kscope / Genre: Progressive Metal

Godsticks - Void - Cover

Die Progressive Metal-Band Godsticks wurde 2006 in Newport (Wales) gegründet, 2009 wurde eine Debüt-EP veröffentlicht, mit „VOiD“ liegt nun ihr bereits siebtes Album vor. Nach eigener Beschreibung handelt es sich hierbei um das düsterste, härteste und kompromissloseste Godsticks-Album bisher, sowohl textlich als auch musikalisch. Inhaltlich geht es auf dem neuen Werk um die Desillusionierung in einer polarisierten Welt, Frustration über sinnentleerte Debatten sowie um den Rückzug in die innere Leere.

Musikalisch wird Progressive Metal mit modernen Alternative-Sounds kombiniert, es sind zehn kompakte Songs zu hören, komplexe Arrangements und eingängige Refrains ergänzen sich sehr gut. Heftige Gitarrenriffs bilden die Grundlage der meisten Stücke, Sänger Darran Charles interpretiert diese sehr emotional und intensiv.

„MIA“ ist ein packender und heavy Opener; „Master Of A Plan“ ist hingegen ein ruhiger und sehr emotionaler Song; „Talking Through Walls“ (Pt 2) verfügt über einen düster-bedrohlichen Charakter, mit „Hope Is Burning“ klingt das gelungene Album entspannt aus. „VOiD“ ist für den Fan des modernen Progressive Metal sehr zu empfehlen.

Diese Review wurde für die am 20. März 2026 erschienene Ausgabe (Nr. 69) des Hardline-Magazins verfasst.

Hier findet Ihr das Video zum Song „M.I.A.“ vom aktuellen Album:

ASSIGNMENT – „With The End Comes Silence“

Veröffentlichung: 20.03.2026 / Label: Massacre / Genre: Power Metal

Assignment - Cover

Assignment ist die Band um den Gitarristen und Mitbegründer Goran Panic, sie wurde 1994 in Gütersloh formiert und hat mit „With The End Comes Silence“ ihren mittlerweile sechsten Longplayer veröffentlicht. Das Line-up wird durch Diego Valdez (Vocals), Heiko Spaarmann (Bass) und Michael Kolar (Drums) komplettiert. Diese grandiosen Musiker werden durch einige Gäste auf dem neuen Album unterstützt, unter anderem sind Thomas Vikström (Sänger von Therion) und Marco Ahrens (Gitarrist von Poverty’s No Crime) mit von der Partie, Keyboarder Bratislav Metulski sorgt für die entsprechenden Farbtupfer.

Zu Beginn ihrer Karriere waren Assignment stark vom Thrash Metal beeinflusst, mittlerweile sind sie im eingängigen und melodiösen Power Metal angekommen, Progressive Metal-Arrangements dominieren bei einigen Stücken. Die Produktion ist druckvoll, der Mix von Simone Mularoni (DGM) lässt alle Instrumente klar herüberkommen. Thematisch geht es um globale Unruhen, gesellschaftlichen Verfall und existenzielle Spannungen.

„Fallen“ ist ein dramatischer Opener, „Beyond Recognition“ basiert auf einem schleppenden Rhythmus, „Selling My Soul“ verfügt über einen sentimentalen Gesang, mit dem theatralischen „The Curtain Falls“ endet die aufregende Reise durch die zehn Songs. Fans von Dream Theater, Symphony X oder Angra ist dieses gelungene Album zu empfehlen.

Diese Review wurde für die am 20. März 2026 erschienene Ausgabe (Nr. 69) des Hardline-Magazins verfasst.

Hier findet Ihr das Video zum Song „Angel Of Berlin“ vom aktuellen Album:



CLAWFINGER – „Before We All Die“

Veröffentlichung: 20.02.2026 / Label: Perception / Genre: Rap Metal

Clawfinger Cover

Clawfinger ist eine Rap Metal-Band, die 1989 in Stockholm gegründet wurde, sie gehört zu den Pionieren dieses Genres. Im Verlauf der 90er-Jahre hatte sie einen großen Impact auf die Musikszene, sie wurde häufig mit Rage Against The Machine verglichen. Ihre wütende Sozialkritik, mit aggressiven Riffs und druckvollem Rap unterlegt, wurde von der jungen Generation begeistert aufgenommen, denn die konnte mit dem klassischen Metal der 80er-Jahre zumeist wenig anfangen.

Die ersten vier Clawfinger-Alben waren alle erfolgreich, die drei Alben ab 2003 gingen weitgehend unter. Mit „Before We All Die“ liegt nun das erste Album seit 2007 vor, hier wird der alte Sound authentisch reproduziert, die zwölf Songs sind dabei alle ohne Ausfälle. Es sind allerdings vier bis fünf Tracks dabei, die sich durch sehr starke Rap-Einflüsse auszeichnen, diese wirken für die heutigen Hörgewohnheiten nicht mehr zeitgemäß. Stücke, wie „Scum“, „Tear You Down“ und „You Can Call You A Teacher“ rocken hingegen heftig ab und können auch in der heutigen Zeit bestehen.

Wer auf Rap Metal der 90er-Jahre steht, wird mit diesem Album jedenfalls sehr gut bedient! Die Musik von Clawfinger ist immer noch relevant, wenn auch auf ihre ganz eigene Weise.

Diese Review wurde für die am 20. März 2026 erscheinende Ausgabe (Nr. 69) des Hardline-Magazins verfasst.

Hier findet Ihr das Video zum Titel-Song „Before We All Die“ vom aktuellen Album: