CLAWFINGER – „Before We All Die“

Veröffentlichung: 20.02.2026 / Label: Perception / Genre: Rap Metal

Clawfinger Cover

Clawfinger ist eine Rap Metal-Band, die 1989 in Stockholm gegründet wurde, sie gehört zu den Pionieren dieses Genres. Im Verlauf der 90er-Jahre hatte sie einen großen Impact auf die Musikszene, sie wurde häufig mit Rage Against The Machine verglichen. Ihre wütende Sozialkritik, mit aggressiven Riffs und druckvollem Rap unterlegt, wurde von der jungen Generation begeistert aufgenommen, denn die konnte mit dem klassischen Metal der 80er-Jahre zumeist wenig anfangen.

Die ersten vier Clawfinger-Alben waren alle erfolgreich, die drei Alben ab 2003 gingen weitgehend unter. Mit „Before We All Die“ liegt nun das erste Album seit 2007 vor, hier wird der alte Sound authentisch reproduziert, die zwölf Songs sind dabei alle ohne Ausfälle. Es sind allerdings vier bis fünf Tracks dabei, die sich durch sehr starke Rap-Einflüsse auszeichnen, diese wirken für die heutigen Hörgewohnheiten nicht mehr zeitgemäß. Stücke, wie „Scum“, „Tear You Down“ und „You Can Call You A Teacher“ rocken hingegen heftig ab und können auch in der heutigen Zeit bestehen.

Wer auf Rap Metal der 90er-Jahre steht, wird mit diesem Album jedenfalls sehr gut bedient! Die Musik von Clawfinger ist immer noch relevant, wenn auch auf ihre ganz eigene Weise.

Diese Review wurde für die am 20. März 2026 erscheinende Ausgabe (Nr. 69) des Hardline-Magazins verfasst.

Hier findet Ihr das Video zum Titel-Song „Before We All Die“ vom aktuellen Album:

BIG BIG TRAIN – „Woodcut“

Veröffentlichung: 06.02.2026 / Label: Insideout Music / Genre: Progressive Rock

Big Big Train - Woodcut

Die englische Progressive Rock-Band Big Big Train wurde bereits 1990 in Bournemouth gegründet. Es hat in der sehr langen Geschichte der Band viele Umbesetzungen gegeben, es gehören heutzutage sieben Bandmitglieder aus England, Schottland, Italien, den USA, Schweden und Norwegen zum Line-up.

Mit Violine und Trompete sind für Rockmusik eher untypische Instrumente zu hören. Der Sound ist durch die vielfältige Instrumentierung sehr komplex, die meisten Arrangements sind äußerst lebendig. Es ist bei dieser Komplexität ein stimmiges und ausgewogenes Klangbild entstanden, auf Soloeskapaden wurde verzichtet. Das Album muss häufiger gehört werden, um die 16 anspruchsvollen Songs mit ihren vielen Facetten zu erfassen. Es handelt sich bei diesem 16. Studioalbum um das erste Werk der Band, das ein durchgehendes thematisches Konzept verfolgt, es geht hier um Kreativität und Inspiration.

„The Artist“ ist ein abwechslungsreicher Song, mit weichen und heftigen Parts; „Albion Press“ verfügt ebenfalls über verschiedene Tempi und Stimmungen; „Dead Point“ hat einen dramatischen Charakter, „Cut And Run“ rockt instrumental ab, „Counting Stars“ ist wiederum ein sehr emotionaler und balladesker Song. Der musikalische Holzschnitt ist sehr gut gelungen!

Diese Review wurde für die am 20. März 2026 erscheinende Ausgabe (Nr. 69) des Hardline-Magazins verfasst.

Hier findet Ihr das Video zum Song „Counting Stars“ vom aktuellen Album:

INFINITE HORIZON – „Metanoia“

Infinite Horizon - "Metanoia" Cover

Infinite Horizon kommen aus Nordrhein-Westfalen, die Band wurde bereits 1997 gegründet, es hat in der langen Zeit einige Umbesetzungen gegeben. „Metanoia“ ist das bereits sechste Album seit 2001, eine EP aus dem Jahr 1999 rundet ihre Diskografie ab. Der Stil von Infinite Horizon orientiert sich am Progressive Metal, Power Metal und klassischen Heavy Metal. Es sind dezente Anklänge an Savatage, Threshold und Iron Maiden herauszuhören, die zu einem eigenen Klangbild verschmelzen.

Das Sextett verfügt über zwei Gitarristen (Adrian Wilhelm, Dennis Rybakowski), den Keyboarder Bastian Fuchs, den Drummer Boris Marcukaitis, den Bassisten Martin Reinschmidt sowie den Sänger Marc Lemler. „Metanoia“ ist in Eigenproduktion veröffentlicht worden und enthält neun starke Songs mit einer Spielzeit von fast einer Stunde. Thematisch geht es um persönliche Erfahrungen und um Kritik am zunehmenden Egoismus in der heutigen Gesellschaft.

„Through The Storm“ ist ein packender Opener, „The Pendulum“ hat progressive Elemente, „Coming Home“ ist eine Halbballade und erinnert gesanglich an Bruce Dickinson, mit dem langen und facettenreichen Song „Mountain Tops“ endet das gute Album angemessen.

Diese Review wurde für die am 20. März 2026 erscheinende Ausgabe (Nr. 69) des Hardline-Magazins verfasst.

Hier findet Ihr das Video zum Song „Shadows Of Your Dreams“ vom aktuellen Album:

FRANCIS ROSSI – Interview zum „The Accidental“-Release

Francis Rossi ist der Mitbegründer, Gitarrist und Sänger von Status Quo, er betreibt seit 1996 auch seine Solo-Karriere. Am 30. Januar hat er sein neues Album „The Accidental“ veröffentlicht. Die Songs sind wieder am klassischen Status Quo-Sound orientiert, sie wirken frisch und positiv inspiriert. Alle 14 Stücke sind ohne Ausfälle, „No Fillers, just Killers“!

Ich konnte ein Interview mit Francis Rossi anlässlich der Veröffentlichung des neuen Albums führen, es fand in einem sehr gepflegten Hamburger Hotel im Rahmen eines Medientages statt.

COURSE OF FATE – Interview zum „Behind The Eclipse“-Album

Course Of Fate ist eine norwegische Progressive Metal-Band, sie bringen Ende Januar 2026 ihr drittes Album „Behind The Eclipse“ heraus. Anlässlich dieser Veröffentlichung fand das folgende Interview mit Kenneth Henriksen (Gitarrist, Haupt-Songwriter) und Eivind Gunnesen (Sänger) statt.

Dieses Interview wurde für die am 19. Dezember 2025 erschienene Ausgabe (Nr. 68) des Hardline-Magazins geführt.

Die Review des Albums ist im vorherigen Blogbeitrag zu finden.

COURSE OF FATE – „Behind The Eclipse“

Veröffentlichung: 30.01.2026 / Label: Reigning Phoenix Music / Genre: Progressive Metal

Behind The Eclipse

Course Of Fate ist eine norwegische Progressive Metal-Band, die bereits 2003 als Schülerband gegründet worden ist, in den Jahren 2006/2007 haben sie drei Demos veröffentlicht, im Jahr 2013 folgte dann die erste EP. Das Debütalbum „Mindweaver“ wurde 2020 veröffentlicht, „Somnium“ stammt aus dem Jahr 2023 und im Januar 2026 wird „Behind The Eclipse“ das Licht der Musikwelt erblicken.

Stilistisch kann man Course Of Fate mit Symphony X, Kamelot, Dream Theater oder Queensryche vergleichen. Bei „Behind The Eclipse“ handelt es sich nicht um ein klassisches Konzeptalbum, die verschiedenen Formen der Dunkelheit sind aber ein zentrales Thema in den Texten.

Alle sieben Songs (plus Intro) befinden sich auf einem hohen Niveau, das Titelstück „Behind The Eclipse“ ist zehn Minuten lang und voller Spannungen und Gegensätze, es pendelt zwischen Heavyness und ruhigen Parts. „Acolyte“ ist straight, dark und heavy, beim kraftvollen „Hiding From The Light“ sind Growls zu hören, mit dem dramatischen Song „Neverwhere“ endet das sehr gute Album furios.

Diese Review wurde für die am 19. Dezember 2025 erschienene Ausgabe (Nr. 68) des Hardline-Magazins verfasst.

Hier findet Ihr das Video zum Song „Acolyte“ vom neuen Album:

FLYING CIRCUS – Interview mit Michael Dorp

Hier findet Ihr ein Interview mit Michael Dorp, dem Sänger der Grevenbroicher Progressive Rock-Band Flying Circus. Die Band besteht seit 1990 und hat im November 2025 das sehr facettenreiche Album „The Eternal Moment“ veröffentlicht, es beinhaltet auch Hardrock-Elemente. Michael Dorp erläutert die Hintergründe dieses Werkes.

Dieses Interview wurde für die am 19. Dezember erschienene Ausgabe (Nr. 68) des Hardline-Magazins geführt.